Erste Hilfe

Umgang mit Sozialbehörden und deren Entscheidungen

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein Sozialstaat. Das bedeutet, dass der Staat Sie durch vielfältige Leistungen unterstützt. Im Umgang mit den Behörden gehen einige Dinge leider schief. Die entstehenden Nachteile treffen Sie. Daher gebe ich Ihnen hier einige Tipps, die es im Nachgang erleichtern, Ihre Ansprüche durchzusetzen. Sie können mich auch gerne vor der Antragstellung kontaktieren. Insbesondere für Selbstständige und Gewerbetreibende lohnt eine frühzeitige Beratung!

Unterschieden wird zwischen:

  • Antrag
  • Widerspruch
  • Klage

Antrag:
Sozialleistungen (ALG I, ALG II, BAföG, Wohngeld, Renten etc.) gibt es nur auf Antrag. Dabei ist zu beachten, dass es diese Leistungen grundsätzlich auch erst ab Antragstellung gibt. Zentraler Streitpunkt bei Anträgen ist meist, ob und wann diese gestellt wurden. Ob und wann ein Antrag gestellt wurde, ist von Ihnen zu beweisen. Geben Sie Anträge daher mit Zeugen ab oder lassen Sie sich die Abgabe des Antrags von der Behörde bescheinigen.
Egal, ob der Sachbearbeiter Ihren Antrag für nicht sinnvoll hält, er meint, er sei unzuständig bzw. der Antrag werde sowieso abgelehnt – lassen Sie sich NICHT abweisen. Ihr Antrag muss angenommen und bearbeitet werden!

Widerspruch
Sobald die Behörde Ihren Antrag bearbeitet hat, erhalten Sie einen Bescheid. Dabei kann die Behörde die begehrten Leistungen bewilligen, einen Teil bewilligen oder die Leistung ablehnen. Wird Ihnen die begehrte Leistung ganz oder teilweise versagt, können Sie sich mittels Widerspruch gegen die Entscheidung wehren. Der Widerspruch muss innerhalb eines Monats, nachdem Sie den Bescheid erhalten haben, erhoben werden.
Der Widerspruch soll der Behörde die Möglichkeit geben, die eigene Entscheidung zu überprüfen. Sie benötigen für den Widerspruch keine anwaltliche Beratung. Aber meine Erfahrung zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, bereits hier zu seinem Anspruch zu kommen, deutlich höher ist, wenn Sie anwaltlich vertreten sind. Um Widerspruch einzulegen reicht es, der Behörde mittels Brief mitzuteilen, dass gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt wird. Begründen müssen Sie dies nicht. Folgenden Text können Sie für Ihren Widerspruch nutzen:


Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen den Bescheid vom XX lege ich Widerspruch ein.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift


Gerne erhebe ich den Widerspruch auch für Sie und unterstütze Sie bereits im Widerspruchsverfahren.

Klage
Haben Sie mit Ihrem Widerspruch keinen Erfolg, so kann gegen die Entscheidung vor den Sozialgerichten geklagt werden. Auch dies ist grundsätzlich ohne Anwalt möglich. Jedoch gibt es neben den rechtlichen Fragen jede Menge Formalitäten, auf die geachtet werden müssen. Außerdem sind Richter auch nur Menschen. Auch ihnen unterlaufen Fehler, auf die der Richter jedoch nur aufmerksam gemachen werden kann, wenn Ihnen jemand zur Seite steht, der sich auskennt.

Daher – lassen Sie sich von mir unterstützen.